Schenkung an den "Freundeskreis Paul Goesch"

Thomas Lohmann
 
»P.G.«, 25.1.2005
Öl auf Wachs auf Leinwand auf Holz
50 x 35 cm
Rückseitig signiert, datiert und betitelt

Ausstellung:
»Thomas Lohmann. Christenland«,
Sammlung Kunst aus Nordrhein-Westfalen, 
Ehemalige Reichsabtei, Aachen-Kornelimünster,
12.3.-24.4.2005


Thomas Lohmann hat sein Porträt Paul Goeschs, dessen Initialen "P.G." er für den Titel verwendet hat, auf der Grundlage einer alten Photographie geschaffen. Dabei hat er die hellen und dunklen Braun-Töne der Photographie in eine vielfältig nuancierte Farbigkeit verwandelt: Goeschs Haupthaar und Bart sind rötlich (was die historische Realität genau trifft!), und die Brillenränder sind hell, zum Teil weiß, und unterstreichen den klaren, zielgerichteten Blick des Dargestellten. So wird der verstorbene Künstler und Architekt auf zarte, sensible Weise ›lebendig gemacht‹. Goesch tritt uns gegenüber. Das Gemälde besitzt einen gelben Streifen am linken Rand, mit welchem Lohmann die ›Tonart‹ seiner ›Komposition‹ angibt: ein lichtvolles Dur. - Der Maler Thomas Lohmann, der in Köln lebt und arbeitet, nimmt schon seit längerer Zeit Anteil an den Bemühungen, Paul Goesch zu rehabilitieren. Ich glaube, wir dürfen sagen: Goeschs Schicksal geht ihm nahe wie das eines Zeitgenossen. Auch darum ist es eine große Ehre für den Freundeskreis Paul Goesch, das Porträt von Lohmann als eine Schenkung zu erhalten.
 
Stefanie Poley. April 2006